Wir stimmen am Wochenende vom 27. September 2026 über die Ersatzwahl eines Bezirksratsmitglieds sowie über kommunale, kantonale und eidgenössische Vorlagen ab. Hier unsere Empfehlungen:
| Gemeinde Adliswil | Parole |
| Teilrevision Gemeindeordnung «Ausgewogenes Wohnraumangebot» | JA |
| Bezirk Horgen | |
| Ersatzwahl für ein Mitglied des Bezirksrats Horgen für den Rest der Amtsdauer 2025-2029 | Tobias Mani (EVP) |
| Urnenabstimmung des Zweckverbands HPS Waidhöchi zum Verpflichtungskredit für den Bau einer Kleinturnhalle | JA |
| Kanton Zürich | |
| Lehrpersonalgesetz (LPG) (Änderung vom 2. März 2026; Anpassung neu definierter Berufsauftrag) | JA |
| Patientinnen- und Patientengesetz und Gesundheitsgesetz (Änderung vom 30. März 2026; Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen») | JA |
| Nationale Abstimmungen | |
| Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)» | NEIN |
| Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)» | NEIN |
Abstimmungen Gemeinde Adliswil
Teilrevision Gemeindeordnung «Ausgewogenes Wohnraumangebot»
Nach dem Eingang der Volksinitiative «Eigentumswohnungen für Adliswilerinnen und Adliswiler» hat der Stadtrat einen Gegenvorschlag ausgearbeitet. Das Initiativkomitee unterstützt diesen Gegenvorschlag und hat die Initiative zurückgezogen. Auch der Grosse Gemeinderat steht hinter dem Gegenvorschlag.
Die Ergänzung der Gemeindeordnung um das Ziel eines «ausgewogenen Wohnraumangebots» ist als allgemeine Anregung formuliert. Innerhalb unserer Fraktion haben wir lange darüber diskutiert, ob eine entsprechende Ergänzung der Gemeindeordnung tatsächlich notwendig ist. Ausschlaggebend für unsere Zustimmung war letztlich die Aussage des Stadtrats, dass dieser Zusatz bei den Verhandlungen über städtebauliche Verträge hilfreich sein kann.
Wahlen und Abstimmungen Bezirk Horgen
Ersatzwahl für ein Mitglied des Bezirksrats Horgen für den Rest der Amtsdauer 2025-2029
Der Bezirksrat Horgen ist die Aufsichtsbehörde des Bezirks Horgen und kontrolliert, ob die Gemeinden und ihre Behörden im Bezirk – beispielsweise der Grosse Gemeinderat von Adliswil – ihre Aufgaben rechtmässig erfüllen. Aufgrund eines Rücktritts finden Ersatzwahlen statt.
Das überparteiliche Fachgremium im Bezirk (FBH) mit Lucas Sala als Vertreter der Mitte hat sich einstimmig auf Tobias Mani (EVP) als den passenden Kandidaten geeinigt. Farid Zeroual kennt Tobias Mani persönlich aus seiner Zeit im Kantonsrat Zürich und unterstützt dessen Kandidatur ebenfalls.
Urnenabstimmung des Zweckverbands HPS Waidhöchi zum Verpflichtungskredit für den Bau einer Kleinturnhalle
Quelle: https://www.hps-waidhoechi.ch/informationen/amtliche-publikationen/27.09.2026-urnenabstimmung/p-531/
Die Delegiertenversammlung des Zweckverbands Heilpädagogische Schule Waidhöchi beantragt die Genehmigung eines Verpflichtungskredits von Fr. 3’605’000 inkl. 8,1 % MwSt. für das Projekt Neubau einer Kleinturnhalle zu Lasten der Investitionsrechnung, zuhanden der Urnenabstimmung der Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden.
Der Bedarf für den Neubau einer Kleinturnhalle ist aufgrund gesetzlicher Vorgaben und des Wegfalls der bestehenden Infrastruktur gegeben. Die gewählte Lösung ist zweckmässig und verhältnismässig. Die Investitionskosten sind ausgewiesen und die finanziellen Auswirkungen dank Kantonsbeiträgen tragbar.
Kantonale Abstimmungen
Lehrpersonalgesetz (LPG) (Änderung vom 2. März 2026; Anpassung neu definierter Berufsauftrag)
Ja zu einer Anpassung des Berufsauftrags mit Augenmass.
Die Delegierten der Mitte Kanton Zürich sagten knapp Ja zu einer Anpassung des Berufsauftrags mit Augenmass. Die Vorlage trägt dem ausgewiesenen Mehraufwand der Klassenlehrpersonen Rechnung und stärkt das Kerngeschäft der Schule: den Unterricht und die Klassenführung. Faire Arbeitsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung für eine gute Volksschule. Davon profitieren nicht nur die Lehrpersonen, sondern vor allem die Schülerinnen und Schüler sowie die gesamte Gesellschaft. Die Mitte ist sich bewusst, dass dadurch höhere Ausgaben auf die Gemeinden zukommen, sie ist aber überzeugt, dass dies eine gute Investition in unsere Zukunft ist.
Patientinnen- und Patientengesetz und Gesundheitsgesetz (Änderung vom 30. März 2026; Gegenvorschlag zur Volksinitiative «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen»)
Ja zu mehr Selbstbestimmung am Lebensende.
Die Mitte unterstützt die Vorlage «Selbstbestimmung am Lebensende auch in Alters- und Pflegeheimen». Sie anerkennt, dass sich bei dieser Frage unterschiedliche Grundrechte gegenüberstehen. Mit der Vorlage wird die Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner gestärkt und gleichzeitig eine einheitliche gesetzliche Grundlage für alle Alters- und Pflegeheime im Kanton Zürich geschaffen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Wille der betroffenen Menschen unabhängig von der gewählten Institution respektiert wird. Die Mitte Kanton Zürich erachtet es als zielführend, dass die Ausführung eines assistierten Suizids in allen, staatlichen wie privat geführten Spitälern, Alters- und Pflegeheimen sowie Sterbehospizen geduldet werden soll. So kann sichergestellt werden, dass die Selbstbestimmungsrecht der Betroffenen erhalten bleibt und nicht transportfähige Menschen assistierten Suizid im Spital beanspruchen können.
Nationale Abstimmungen
Volksinitiative «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)»
Nein zu weitreichenden staatlichen Eingriffen in Produktion und Konsum.
Die Mitte lehnt die Ernährungsinitiative klar ab, weil sie mit weitreichenden staatlichen Eingriffen in Produktion und Konsum sowie unrealistischen Vorgaben die Versorgungssicherheit nicht stärkt, sondern den Landwirtschafts- und Ernährungsstandort Schweiz schwächen würde.
Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität (Neutralitätsinitiative)»
Die bewährte Neutralitätspolitik der Schweiz soll ihre notwendige Flexibilität behalten.
Auch die Neutralitätsinitiative lehnt die Mitte ab. Die bewährte Neutralitätspolitik der Schweiz soll ihre notwendige Flexibilität behalten und nicht durch starre Verfassungsbestimmungen eingeschränkt werden.